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Biersorten aus Deutschland
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alkoholfreies Bier

Sogenannte alkoholfreie Biere enthalten meist noch geringe Mengen Alkohol zur Abrundung des Geschmacks. Der Gehalt darf 0,5 Volumenprozent aber nicht übersteigen, damit kein physiologischer Einfluß beim Trinkenden feststellbar ist (ähnliche Regel wie bei Fruchtsäften).
Für den Alkoholentzug werden verschiedene Verfahren eingesetzt. Die Entstehung von Alkohol wird entweder schon bei der Gärung verhindert oder man entfernt den Alkohol mittels
Dialyse oder Vakuumverdampfung nach dem Brauen. Alkoholfreie Biere gibt es u.a. als Alt-, Kölsch-, Pils- oder Weizenbiervariante.

Alkoholgehalt: unter 0,5 Vol-%
Stammwürzegehalt: 7 - 12 %


Altbier

Der Name dieses Bieres weist nicht auf altes Bier oder eine lange Lagerzeit hin, sondern auf die "alte" obergärige Brauart. Die Altbierobergärigen Hefen ermöglichen eine Gärung auch bei höheren Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Nach Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde im Jahre 1873 wurde das kühlungsbedürftige, untergärige Brauverfahren (z.B. für Pilsener) ganzjährig möglich. Viele deutsche Brauereien gaben infolgedessen das obergärige Brauen auf. Heute wird Altbier vor allem am Niederrhein, in Düsseldorf und im Münsterland gebraut und besitzt die Farbe von dunklem Bernstein. Der Geschmack des Altbiers variiert, je nach Rezept, von hopfenbitter bis malzig-süß.

Alkoholgehalt: etwa 4,8 Vol-%
Stammwürzegehalt: um 11,5 %


Berliner Weisse

Obergäriges, leicht hefetrübes und gelbliches Schankbier. Die Berliner Weisse ist stark säuerlich, aber auch erfrischend. Berliner WeisseErstmals urkundlich erwähnt wurde die Berliner Bierspezialität 1642 im Kochbuch des Berliner Arztes J. S. Elsholz. Bei der Gärung des Bieres werden Gerstenmalz und Weizenmalz verwendet, daher auch der Name "Berliner Weisse". Durch Zugabe von obergärigen Bierhefen während der Gärphase wird der säuerliche Geschmack erreicht (Milchsäure). Meist wird dieser noch versüßt mit einem Schuß Himbeer- oder Waldmeistersirup.

Alkoholgehalt: 2,5 - 3 Vol-%
Stammwürzegehalt: 7 - 8 %


Bockbier

Bockbier wurde früher vor allem zu den Fastenzeiten des Kirchenjahres gebraut. ("Was flüssig ist, bricht Fasten nicht.") Auch heute noch wird Bockbier vorwiegend zur Saison gebraut (z.B. Maibock). Es ist ein Starkbier mit einem Alkoholgehalt um 6 % (beim einfachen Bock) und einer sehr langen Reifung. Den Doppelbock erkennt man am höheren Alkoholgehalt von 6,5 % oder mehr. Bockbiere sind in der Regel ausgeprägt malzaromatisch und vollmundig. Etwas seltener findet man Eisbock und Weizenbock/Weizendoppelbock, bei letzteren wird neben Gerstenmalz auch Weizenmalz verwendet. Eisbock wird hergestellt, indem man Bockbier einfriert und diesem damit Wasser entzieht. Dadurch steigt der Stammwürzegehalt auf ungefähr 25 % und der Alkoholgehalt auf 8 - 10 %.
Zur
Entwicklung des Namens Bockbier steht Folgendes in der Historie der Einbecker Brauerei: "Anno 1612. Ein Einbecker Braumeister [Elias Pichler] wird nach München abgeworben, um dort das "Ainpöckische Bier" zu brauen. Durch Verballhornung des Namens von "Einpöckisch" über "Oanpock" entsteht schnell der Name des berühmten Bockbieres: Somit ist die Stadt Einbeck Namensgeber des Bockbieres. Ohne Einbeck gäb's kein Bockbier."

Alkoholgehalt: 6 - 8,5 Vol-%, selten mehr
Stammwürzegehalt: mind. 16 % für Bockbier,
mind. 18 % für Doppelbockbiere


Export
(Münchener Helles und Dunkles, Dortmunder und Lager)

Das Export ist untergärig, besitzt einen leicht süßen, malzigen Geschmack und ist weniger herb als Pilsener. Man unterscheidet zwischen der Dortmunder und der Münchener Brauart, wobei letztere neben dem hellen Export (meist Helles genannt) auch das dunkle Export (Dunkles) kennt. HellesDie Münchener Brauart ist vor allem in Süddeutschland verbreitet, weniger bitter und malzbetonter als die Dortmunder Variante. Dunkles Münchener Export ist die Urform des Münchener Bieres, auch wenn heute in der bayerischen Landeshauptstadt überwiegend Helles gebraut wird. Der Name "Export" ist darauf zurückzuführen, daß dieses Bier früher durch stärkeres Einbrauen länger haltbar gemacht wurde und dadurch längeren Transporten standhielt.
In Deutschland gebraute Biere, die unter der Bezeichnung
"Lager" verkauft werden, sind oft nichts anderes als helle Exportbiere der Münchener Brauart (kurz: Helles). In der anglophonen Welt werden aber auch Pilsener und andere untergärige Biere als Lager betrachtet.

Alkoholgehalt: 4,6 - 5,6 Vol-%
Stammwürzegehalt: 10 - 14 % (Üblich sind 12%.)


Gose

Die Gose ist ein unfiltriertes, obergäriges und säuerlich-salziges Spezialbier aus Mitteldeutschland. Es entspricht nicht dem deutschen Reinheitsgebot, da ihm Koriander und Kochsalz zugegeben werden. Durch den hohen Milchsäureanteil der Gose entsteht ein prickelndes Geschmackserlebnis, welches an die Berliner Weisse erinnert.
Ursprünglich stammt die Gose aus der Harz-Stadt Goslar in der sie seit mindestens dem Jahr 1332 gebraut wurde. Der Name leitet sich vom kleinen Fluß Gose ab, der durch Goslar fließt und in die Oker mündet. Heute wird Gose-Bier fast nur noch in Leipzig gebraut und in immer mehr Gasthäusern in der Region Halle-Leipzig ausgeschenkt.

Alkoholgehalt: n.a.
Stammwürzegehalt: n.a.


Kölsch

Vielen ist Kölsch als Name der Kölner Mundart bekannt. Aber auch das Kölner Bier trägt diesen Namen. Ein Kölsch ist blank, also hell und goldfarben. Man Kölsch in der Stangetrinkt es aus den sogenannten "Stangen", das sind schmale zylindrische 0,2-Liter-Gläser. Serviert wird es im Brauhaus vom "Köbes", dem typischen Kölner Brauhaus-Kellner. Mit 16 Brauereien ist Köln weltweit gesehen die Stadt mit den meisten Braustätten. Das Brauen von Kölsch ist nur in einem festgelegten Umfeld um die Stadt Köln herum erlaubt. Diese vom Kartellamt anerkannte Regelung nennt sich Kölsch-Konvention und wurde im März 1986 von den Kölsch-Brauern unterzeichnet. Seit 1997 besitzt Kölsch eine geographisch geschützte Herkunftsbezeichnung, die EU-weit gültig ist (ähnlich wie bei Champagner und Cognac).

Alkoholgehalt: 4,4 - 4,8 Vol-%
Stammwürzegehalt: durchschnittlich 11,3 %


Leichtbier

Leichtbiere sind alkoholreduzierte und dadurch kalorienarme Biere. Ihr Kaloriengehalt entspricht dem von Magermilch. Der Genuß von Leichtbieren führt zu niedrigeren Alkoholwerten im Blut, als man es von dem um 30 % verringerten Alkoholgehalt erwarten würde. Ursache ist die größere Wasser- und Nährstoffmenge, in die der Alkohol eingebunden ist — im Vergleich zu einem Vollbier gesehen. Genauso wie bei alkoholfreien Bieren wird den Leichtbieren entweder während oder nach der Gärung Alkohol entzogen. Leichtbiere sind meist Schankbiere, oder auch leichte Weizen-, Pils- bzw. Export-Biere. Geschmacklich sollte man nicht allzu viel erwarten. Die leichten Biere schmecken, freundlich ausgedrückt, oft mild und schlank.

Alkoholgehalt: 2 - 3,2 Vol-%
Stammwürzegehalt: 7 - 12 %


Märzen

Das Märzen ist ein untergäriges, kupfer- oder bernsteinfarbenes Bier und wird meist in Süddeutschland (bes. München) gebraut. Sein Name weist auf den Monat März hin, in dem es früher vorwiegend gebraut wurde. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens verlangte der untergärige Brauprozeß nach kühlen Temperaturen (unter 10° C), was vor der Erfindung der Kältemaschine nur bis März gegeben war. MärzenZweitens legte die bayerische Brauordnung von 1539 fest, daß zwischen St. Georg (23. April) und St. Michael (29. September) kein Bier gebraut werden durfte. Man hatte damals Angst vor Bränden, die beim Biersieden in den warmen Monaten entstehen können. So mußten die Brauer also etwa bis zum März den gesamten Sommerbedarf an Bier hergestellt haben. Damit das Märzenbier auch über den Sommer haltbar blieb, wurde es stark eingebraut. Auch für das Oktoberfest wird dieses kräftige und bekömmliche Bier verwendet heute noch ausgeschenkt.
Es ist malzbetont, kräftig, süffig und nur leicht hopfenbitter.
In Österreich verwendet man ebenfalls den Begriff Märzen, meint aber damit schwächer eingebraute, lagerähnliche Biere.

Alkoholgehalt: 4,8 - 5,6 Vol-%
Stammwürzegehalt: mind. 13 %,
bei Oktoberfestbier mind. 13,5 %


Pilsener

Pilsener (bzw. Pilsner, Pils) ist die beliebteste Biersorte in Deutschland mit einem Marktanteil von ungefähr 70 Prozent. Untergärige Hefe, helles Malz, sehr aromatischer Hopfen und weiches Wasser sind seine Zutaten. Es ist in der Regel hell und goldfarbig. Daneben gibt es noch die sehr seltene dunkle Variante des Pilseners, welche mit dunklem Malz gebraut wird.

Das Pilsener Bier wurde nach der westböhmischen Stadt Pilsen benannt.Pilsener in der Tulpe Dazu folgende Geschichte aus der Wikipedia:
Die Pilsner Brauart ist aus der berühmten "Bayerischen Brauart" entstanden, die vor allem auf nur leicht geröstetem Malz und auf der langsamen Gärung durch Lagerung in kalten Höhlen und tiefen Kellern beruhte. Da das damalige Pilsner Bier -- ein dunkles, trübes, warm vergorenes Bier -- einen so schlechten Ruf hatte, daß sogar mehrere Fässer Bier aus Protest öffentlich auf dem Rathausplatz ausgeschüttet wurden, berief der Pilsner Braumeister Martin Stelzer des "Bürgerlichen Brauhauses" in Pilsen 1842 den bayerischen Braumeister Josef Groll aus Vilshofen (an der Donau in Niederbayern) nach Pilsen um "den Böhmen in Pilsen ein gutes Bier zu brauen". Josef Groll braute somit am 5. Oktober 1842 den ersten Sud nach Pilsner Brauart. Dieser wurde erstmals am 11. November 1842 öffentlich ausgeschenkt und eröffnete so den weltweiten Siegeszug dieser Bierspezialität.

Zu beachten ist, daß die böhmischen Pilsener wesentlich milder sind, als die herb-bitteren, norddeutschen Biere nach Pilsener Brauart.

Alkoholgehalt: 4,8 - 5 Vol-%
Stammwürzegehalt: 11 - 12,5 %


Rauchbier

Rauchbier ist eine Bierspezialität, die hauptsächlich in der fränkischen Stadt Bamberg und deren Umgebung (Memmelsdorf) gebraut wird. Auch in den Vereinigten Staaten und in Argentinien gibt es je eine Rauchbierbrauerei. Der Geschmack erinnert sehr stark an geräucherte Fisch- bzw. Fleischprodukte. Verantwortlich dafür ist ein auf uralte Weise hergestelltes Rauchmalz. Man trocknet das Malz mit einem Buchenholzfeuer unter der Darre, wodurch das typisch rauchige Aroma des Malzes erzielt wird. Rauchbiere sind zumeist Varianten von bereits bekannten Biersorten. So gibt es z.B. Märzen-, Weizen-, Bock- und Lager-Rauchbiere.

Alkoholgehalt: 4,5 - 5,5 Vol-%
Stammwürzegehalt: 12 - 14 %


Schwarzbier

Schwarzbier ist vollmundig, meist malzbetont und natürlich sehr dunkel. Schwarzbier im PokalEs wird in heutiger Zeit fast immer mit untergäriger Hefe und stark geröstetem Malz gebraut. Seit 1543 ist das Brauen von Schwarzbier in Thüringen nachgewiesen. Die Rede ist vom heute wieder sehr populären Köstritzer Schwarzbier, das damals allerdings noch obergärig gebraut wurde. Eine nennenswerte Schwarzbier-Produktion gibt es heutzutage auch in einigen anderen thüringischen Brauereien, sowie in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Alkoholgehalt: 4,8 - 5 Vol-%
Stammwürzegehalt: mind. 11 %


Weizenbier (Weißbier)

Das Weizenbier (kurz: Weizen) wird besonders in Bayern häufig auch Weißbier genannt. Ursprünglich bezog sich der Name "Weißbier" nur auf die Farbe des Bieres, unabhängig davon aus welchem Getreide das Malz hergestellt wurde. Weißbiere waren heller als die Rot-, Braun- und Schwarzbiere früherer Zeiten. Mit dem Beginn des 16. Jahrhunderts hatte sich der Name "Weißbier" dann aber als Bezeichnung für Biere mit Weizenmalz durchgesetzt. Damit war Weißbier zum Synonym für Weizenbier geworden. Die Farbe spielte nun keine Rolle mehr, denn heute gibt es auch dunkle Weißbiere (z.B. "Schwarze Weisse").
Oft hört man auch, die Bezeichnung Weißbier stamme daher, daß beim Brauen des (obergärigen) Weißbieres der
weiße Schaum der Hefe an der Oberfläche schwimmt.
Weizenbier wird mit einem besonderen Malz gebraut, welches mindestens zur Hälfte aus Weizen gewonnen wird. WeißbierDer Rest ist gewöhnliches Gerstenmalz.

Die Weißbierproduktion diente lange Zeit auch zur Finanzierung des bayerischen Herrscherhauses. So wurde im Jahre 1602 in Bayern das Brauen von Weißbier zum Privileg des bayerischen Herzogs Maximilian I erhoben ("Wittelsbacher Weizenmonopol"). Außerhalb der kurfürstlichen Brauhäuser war die Herstellung von Weizenbier fortan verboten. Bürgerliche Brauereien schloß man zunächst von der Herstellung aus. Im 18. Jahrhundert ging die Weißbier-Nachfrage stetig zurück, da das gewöhnliche Braunbier dank neuer Brautechnik beliebter und qualitativ besser wurde. Kurfürst Carl Theodor von Bayern hob das Monopol im Jahre 1798 auf.

Weizenbier wird hauptsächlich in zwei Varianten angeboten: Zum einen gefiltert und klar als
Kristallweizen, zum anderen ungefiltert und hefetrüb als Hefeweizen. Wird Weizenbier mit dunklem Weizenmalz gebraut, so entsteht das spezielle dunkle Weißbier, daß meist hefetrüb belassen wird. Weizenbiere sind kohlensäurereich und erfrischend spritzig, aber weniger bitter, da sie schwächer gehopft sind. Weißbier wird meist schon nach der Hauptgärung abgefüllt und erreicht erst in der Flasche seine endgültige Reife.

Alkoholgehalt: 5 - 5,5 Vol-%
Stammwürzegehalt: 11 - 14 %


Die Rechte an den Bier-Bildern auf dieser Seite liegen bei der Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Brauwirtschaft e.V. (GfÖ).