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Bier des Monats
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Hier stellen wir jeden Monat ein besonderes Bier vor. Kriterien für die Auswahl können herausragende Geschmacksqualitäten oder interessante Geschichten zum Bier sein (meistens Ersteres).
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April 2017:  Kirchers Premium Pils
Herkunft: Brandenburg Wertung: 2,50 * Vol.-% Alk.: 4,8 Website der Brauerei

Dieses Bier ist hellgelb und filtriert. Darüber weißer Schaum mit großem Volumen, das sich über Minuten hält. Im Geruch helles Malz, unterschwellige Süße, feiner Hopfen mit Gewürz und einem Hauch Zitrone. Der Antrunk ist schlank. Milder, aber nicht zu dünner Malzgeschmack, leicht getreidig, feine Süße. Weiches Mundgefühl. Im Nachtrunk grasiger Hopfen mit angemessener, pilstypischer Herbe. Feines Gewürz. Ein unkompliziertes, ausgewogenes Pilsener.

Das Premium Pils ist das meistverkaufte Bier der Brauerei Kircher. Sitz des Unternehmens ist Drebkau bei Cottbus. Das vorrangige Verbreitungsgebiet der Kircher-Biere ist die nahegelegene Spreewaldgegend. Die Schloßbrauerei Drebkau wurde etwa 1870 gegründet und 1949 von Hildegard Kircher gekauft, die aus einer Cottbuser Brauerfamilie stammte.

Kirchers Premium Pils (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Kirchers Premium Pils


März 2017:  Hanscraft & Co. Bayerisch Nizza Wheat Pale Ale
Herkunft: Unterfranken Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,3 Website der Brauerei

Bayerisch Nizza Wheat Pale Ale aus dem Hause Hanscraft & Co. erscheint im Glas gelbgolden und trüb, bedeckt von weißem Schaum. Im Geruch Orangenschale, Gewürze (auch Koriander), intensiver Hopfen und Weizen. Im Antrunk dünn, weizenmalzbetont. Samtig-weiches Mundgefühl. Feinsüßliche Banane. Frisch. Nicht besonders viel Hefe. Im Nachtrunk zitrusfruchtiger Hopfen, Nelke. Insgesamt ein Party-Weißbier zum aus der Flasche trinken, mit stark getuntem Hopfenanteil bestehend aus Perle, Citra, Centennial und Chinook. Die Früchte- und Blütenaromen des Hopfens sollen an Nizza und die Côte d'Azur erinnern, heißt es vom Hersteller.

Auf dem Etikett unseres Testexemplars ist noch die Hans Müller Sommelierbier GmbH in Aschaffenburg angegeben, die mittlerweile unter dem Namen Hanscraft & Co. GmbH firmiert. Gebraut wird Bayerisch Nizza Wheat Pale Ale allerdings in der nahegelegenen Eder & Heylands Brauerei in Großostheim. Geschäftsführer und verantwortlich für die Bierproduktion bei Hanscraft & Co. ist Christian Hans Müller. Eigentlich ist Müller Zahnarzt und kein gelernter Brauer, gründete jedoch 2012 die GmbH, um seiner Leidenschaft 'Bier' zu frönen und Craft Beer bei kooperierenden Brauereien herstellen zu können.

Hanscraft & Co. Bayerisch Nizza Wheat Pale Ale (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Hanscraft & Co. Bayerisch Nizza Wheat Pale Ale


Februar 2017:  Schmiedeknecht Dunkles Lagerbier
Herkunft: Thüringen Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,3 Website der Brauerei

Schmiedeknecht Dunkles Lagerbier ist bernsteinfarben beziehungsweise braun, dabei leicht trüb. Sein Schaum ist cremig. Der Geruch bringt Schokolade, Karamellzucker, Erde und Hopfen. Im Antrunk malzig; das Mundgefühl ist eher wäßrig. Süßer Karamellgeschmack. Nuß. Röstmalz. Nochmals Schokolade. Gering hefig. Im Nachtrunk erdig-malzig und fein hopfenherb. Alles in allem ein gelungenes Hausbraudunkles: gefällig, ausgewogen, aromatisch.

Die Brauerei in Herschdorf (Ilm-Kreis, Thüringen) wurde im Jahre 1869 gegründet durch Daniel Schmiedeknecht, Metzgermeister und Abgeordneter des Landtags Thüringen. Über Generationen blieb die Brauerei in Familienhand, bis sie schließlich zu DDR-Zeiten in die verstaatlichte Brauerei Schmiedefeld eingegliedert wurde. Im November 1986 wurde der letzte Sud in der Brauerei Schmiedeknecht angesetzt, danach ruhte die Produktion. Erst im Jahre 2007 wurde der Brauereibetrieb wieder aufgenommen - von einem Enkel des Diplom-Braumeisters Hans Schmiedeknecht, der 1961 in den Westen übergesiedelt war. 2012 konnte zudem eine Brauereigaststätte eröffnet werden.

Schmiedeknecht Dunkles Lagerbier (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Schmiedeknecht Dunkles Lagerbier


Januar 2017:  Benediktiner Weissbier Naturtrüb
Herkunft: Hessen/Oberbayern Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,4 Website der Brauerei

Das Benediktiner Weissbier zeigt sich dunkelgolden bis orange und ist dabei moderat trüb. Sein Schaum ist stabil und weiß. Im Geruch treten Nelke, Banane und Karamellmalz hervor. Leicht malziger Antrunk. Man bemerkt ein eher kräftigen Körper für ein Weißbier, dank eines Stammwürzegehaltes von 12,5 Prozent. Cremiges Mundgefühl. Dabei Geschmack von sattem Karamellmalz, angenehmer Süße, Banane und ein wenig Nuß. Im Nachtrunk fruchtig-dezenter Hopfen mit feinem Gewürz. Insgesamt gesehen ein kernig-kräftiges Weißbier mit ansprechender Aromawelt.

Seinen Ursprung hat Benediktiner Weissbier in der Klosterbrauerei Ettal. Die Braustätte gehört zur Benediktinerabtei in Ettal, einem Dorf, das sich etwa 10 Kilometer nördlich von Garmisch-Partenkirchen befindet. Um eine höhere Nachfrage von Benediktiner Weissbier bedienen zu können, ging das Kloster im Jahr 2011 eine Kooperation mit der Bitburger Braugruppe ein, die das Weizenbier seither auch in der Licher Brauerei in Mittelhessen produzieren läßt. Laut Trierischem Volksfreund (24.04.2014) konnte die Produktion so von 2.000 auf 20.000 Hektoliter gesteigert werden. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen werden sowohl die benediktinische Originalrezeptur als auch die Ettaler Kellerhefe ebenso in Lich verwendet. Kleinere Mengen des Benediktiner Weissbier sowie die Biere der 'Ettaler'-Reihe werden weiterhin in der Klosterbrauerei Ettal hergestellt.

Benediktiner Weissbier Naturtrüb (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Benediktiner Weissbier Naturtrüb


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Hinweis zu den Wertungsnoten unserer Monatsbiere
* Die hier genannten Wertungen entsprechen der Verkostungsnote, die für ein Bier zum Zeitpunkt seiner Wahl zum "Bier des Monats" aktuell war. Spätere Wiederholungsverkostungen der Biere haben also keinen Einfluß auf die oben aufgeführten Wertungen.

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