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Monatsbiere 2012
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Dezember 2012:   Hetzelsdorfer Weihnachts-Festbier
Herkunft: Oberfranken Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,5 Infoseite zur Brauerei

Hetzelsdorfer Weihnachts-Festbier ist ein Alias für Hetzelsdorfer Frühlings-Festbier. Der Festbiercharakter zeigt sich deutlich in den Verkostungseindrücken: Bernsteinfarben und klar. Dünne, nicht ganz weiße Schaumkrone. Karamellmalz und Kräuterhopfen im Geruch. Vollmundig-malziger Antrunk. Recht schwer, stark karamellsüßlich und leicht röstig, auch Kakao und Rosine. Sehr süffig, vermutlich hoher Stammwürzegehalt, gefühlt sind es 14 Prozent. Das Bier endet deutlich würzig und hopfenbetont. Unter dem Strich kein herausragend feingliedriges Produkt, aber vielfältig und süffig. Es hat sowohl etwas von einem dunklen Märzen, als auch die Würze und Süße eines fränkischen Vollbieres. Tip: Unbedingt etwas wärmer werden lassen, sonst gehen einige Facetten unter und das Bier kann dann unausgewogen erscheinen.

Der Brauereigasthof Penning-Zeissler befindet sich in Hetzelsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Pretzfeld im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Die Geschicke der Familienbrauerei leitet derzeit der Brauer Karlheinz Penning. Mit 4000 hl Jahresausstoß ist Penning-Zeissler eine typisch fränkische Kleinbrauerei. Dazu gehört eine Gastwirtschaft mit Biergarten sowie einem Heimdienst im Landkreis Forchheim. Die Tradition der Braustätte reicht bis ins Jahr 1623 zurück, spätestens im Jahr 1820 übernahm wohl die heutige Betreiberfamilie das Unternehmen.

Hetzelsdorfer Weihnachts-Festbier (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
Eintrag in der Verkostungsdatenbank:
Hetzelsdorfer Weihnachts-Festbier


November 2012:   Ratsherrn Pilsener
Herkunft: Hamburg Wertung: 1,50 * Vol.-% Alk.: 4,9 Website der Brauerei

Zuerst die Verkostungsnotizen: Helles Pilsgelb, gefiltert. Weißer Schaum mittlerer Größe. Im Geruch hopfenbetont mit Gras und Kräutern. Schlanker Antrunk, sehr mildes Gerstenmalz mit bestenfalls subtiler Getreidenote - für ein klassisch deutsches Pils ist das in Ordnung. Leichte 11,3° Plato. Erfrischend-spritzig. Im Nachtrunk knackig-hopfenherb, der norddeutschen Tradition folgend, jedoch auch vielschichtig-blumig wie ein bayerisches Pils, dank feinstem Aromahopfen (Herkules, Tradition, Select und Saphir). Der Hopfen zeigt Zitrus, Gras und Blüten - alles mit deutschem Understatement, das heißt nicht aggressiv gehopft wie manches Pale Ale.

Dieses Bier ist der legitime Nachfolger des Ratsherrn Premium Pilsener aus der Hamburger Bavaria-St.Pauli-Brauerei, welches wir im Jahr 2004 verkosteten, aber dem aktuellen Ratsherrn Pilsener geschmacklich wenig ähnelt. Die wechselvolle Geschichte der Marke Ratsherrn begann 1951 bei der Elbschloss-Brauerei in Hamburg-Nienstedten. Ende der 1970er war es das meistverkaufte Premium-Pils in Hamburg. 1996 wurde die Elbschloss-Brauerei in die Bavaria-St. Pauli-Brauerei integriert, beide gehörten zu diesem Zeitpunkt zur Brau und Brunnen AG. Zwei Jahre später, 1998, wurde die Bavaria-St. Pauli-Brauerei an Holsten verkauft. Schließlich erwarb 2005 die niedersächsische Nordmann-Gruppe die Markenrechte an Ratsherrn, im August 2010 wurde die Wiedereinführung angekündigt. Bis zur Fertigstellung der eigenen Brauerei in den ehemaligen Viehhallen der Schanzen-Höfe in Hamburg im Jahr 2012, ließ man Ratsherrn Pilsener in Stralsund brauen. In der neuen "Braumanufaktur" in den Schanzen-Höfen produziert man das Bier nun mit einem maximalen Jahresausstoß von 50.000 hl. Durch die vergleichsweise geringe Größe will man beim Brauen handwerklichen Maßstäbe einen Platz bewahren.

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(Quelle: eigenes Photo)
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Ratsherrn Pilsener


Oktober 2012:   Distelhäuser Kellerbier
Herkunft: Tauberfranken Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,1 Website der Brauerei

Distelhäuser Kellerbier ist von April bis Juli erhältlich. Mit einer Stammwürze von 12,3 Prozent gehört es zu den kräftigeren Kellerbieren. Es hat eine gelbgoldene Farbe und ist leicht trüb. Der nahezu weiße und cremig-dichte Schaum beeindruckt mit seinem Volumen. Der Geruch bringt Blüten, milde Gewürze, süßlich-getreidiges Malz und Gras. Der Geschmack: Malziger Antrunk (siehe Stammwürzegehalt). Süßliches Malz mit einer Menge Getreide und feinem Karamell. Eine Spur frischen Holzes. Angenehm süffig, für ein Kellerbier überdurchschnittlich kräftig. Dagegen untypisch wenig Zitrone. Im Nachtrunk moderat hopfenherb und minimal metallisch.

Die Distelhäuser Brauerei liegt im gleichnamigen Stadtteil Tauberbischofsheims im nordbadischen Teil Frankens. Seit 1876 befindet sich die Brauerei im Besitz der Familie Bauer und stellt heute mit 147 Mitarbeitern circa 185.000 Hektoliter im Jahr her.

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Distelhäuser Kellerbier


September 2012:   Southern Tier Choklat
Herkunft: Upstate New York Wertung: 1,00 * Vol.-% Alk.: 10,0 Website der Brauerei

Southern Tier Choklat ist schwarz, ohne weitere Farbschimmer im Glas, also tatsächlich tiefschwarz. Bedeckt von cremig-dichtem Schaum, stark gebräunt. Starker schokoladig-süßer Geruch - man denke an die "Belgischen Meeresfrüchte" - ein Traum in Schokolade. Hintergründig Bitterschokolade. Durch eine feine Hopfennote und zarten Alkohol wird der Geruch "aufgefrischt". Vollmundig-malziger Antrunk dank 25° Plato. Herausragend kräftiger und authentischer Schokoladengeschmack - zwar süß, aber nicht wie zugesetzter Zucker. Ein Traum aus Vollmilchschokolade belgischer Art, durchmischt mit ein wenig Bitterschokolade. Fein röstig. Gehört wahrscheinlich zu den süffigsten 10-Prozentern der Welt. Man könnte diesem Bier vorwerfen, daß es 'nur' auf Schokoladenaromen setzt, Schokoladenfreunde werden dies zu Recht anders sehen. Schokolade und Kakao können nämlich vielschichtig genug sein, um ein Weltklassebier wie "Choklat" auszumachen. Im Nachtrunk setzt es kaum bitteres Lakritz, eine Spur Hopfen und gut in Schach gehaltenen Alkohol.

Choklat gehört zur "Blackwater"-Serie der Brauerei Southern Tier und wird dem Bierstil Imperial Stout zugeordnet. Es enthält unter anderem belgische Schokolade, Schokoladen-, Karamell- und Gerstenmalz sowie Hopfen der Sorten Chinook und Willamette. Die Herstellung begann im Jahr 2007. Die Etikettgeschichte beruft sich auf eine uralte Maya-Tradition rund um ein Getränk namens xocoatl (ch-co-atle auf Englisch). Demnach galt Schokolade damals als Nahrung für Götter und Herrscher. Über Ludwig dem Vierzehnten wurde Schokolade auch im Rest der Welt populär, später sogar in Brauhäusern.

Die Southern Tier Brewing Company befindet sich in Lakewood, weit im Osten des US-Bundesstaates New York. Sie ist seit Ende 2002 in Betrieb, wuchs rasant und produziert heute 50.000 Barrel jährlich. Geführt wird die Brauerei seit über 10 Jahren vom Inhaberpaar Phin and Sara DeMink.

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Southern Tier Choklat


August 2012:   Huber Weisses Fresh
Herkunft: Oberbayern Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,2 Website der Brauerei

Huber Weisses Fresh zeigt sich gelbgolden und moderat trüb. Kleinere, weiße Schaumkrone, wenig Kohlensäure - man soll das Bier wohl aus der Flasche trinken können. Leicht fruchtiger Geruch mit süßer Banane und Zitrone. Milder Weizenmalzgeschmack, zart hefig, süßlich, auch im Geschmack bananenfruchtig, besonders zum Ende hin auch Zitrone. Leicht gehopfter Abgang mit Kräutern. Unser Fazit: Als 'hippes' Weißbier gut gelungen. Die proklamierte Coolheit soll übrigens von einer Spezialkühlung vor der Abfüllung herrühren.

Huber Weisses Fresh wird im Hofbrauhaus Freising hergestellt, dessen Geschichte bis ins Jahr 1160 zurückverfolgt werden kann, damals noch auf dem Domberg. Das heutige Brauereigebäude in der Mainburger Straße in Freising wurde in den Jahren 1911 und 1912 im Jugendstil errichtet. Im Dezember 1998 ging das Hofbrauhaus Freising in das Eigentum der Bayerischen Graf zu Toerring-Jettenbach Beteiligungen Verwaltungs GmbH über.

Huber Weisses Fresh (Etikettdetail) <-- Etikettdetail
(Quelle: eigenes Photo)
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Huber Weisses Fresh


Juli 2012:   Propeller Nachtflug Imperial Stout
Herkunft: Westfalen Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 9,1 Website der Brauerei

Dieses Bier zeigt eine tiefschwarze Farbe, nur der Eingießstrahl ist dunkelbraun. Stark gebräunter Schaum, überwiegend dicht und stabil, nur vereinzelt gröbere Poren. Hübsche Optik. Im Geruch wie erwartet intensives Röstmalz, Walnuß, dunkle Beeren, fein süßliches Malz und leichter Hopfen. Im Geschmack sehr kultiviert, schlägt nicht über die Strenge. Herausragend harmonisch und fein akzentuiert. Im Mundgefühl weich, aber nicht ölig wie die US-amerikanischen Schwergewichte in diesem Genre. Fein süßliches Röstmalz mit Karamell. Vorsichtige Vorstöße von Kaffee und Brombeeren. Im Abgang klar gezeichneter Hopfen mit ansprechender Herbe. Kaum Alkohol. Feine Bittere. Unter dem Strich ist Propeller Nachtflug ein feines, vielschichtiges Imperial Stout mit Anspruch. Es ist leiser, das heißt in der aromatischen Stärke reservierter, als so manches Imperial Stout aus den US-Mikrobrauereien.

Hinter der Propeller GmbH stecken Hans-Christian Bosch (der Bräu) und Sepp Wejwar (der Biersommelier). Gebraut wird dieses Bier in der mittelständischen Privatbrauerei Bosch in Bad Laasphe (Westfalen), also im Betrieb des Herrn Bosch. Ziel ist die Produktion von Bieren, die in Deutschland nicht alltäglich sind. Zur Zeit sind dies ein Imperial Stout ("Nachtflug") und ein Double India Pale Ale ("Aufwind"). Man sieht sich ausdrücklich nicht als Microbrew, da man auf der großen, eingschliffenen Anlage der Privatbrauerei Bosch braut, die gegenüber Kleinanlagen zu einer geringeren Schwankungsbreite bei der Produktionsqualität führen soll.

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Propeller Nachtflug Imperial Stout


Juni 2012:   Puntigamer Das bierige Bier
Herkunft: Steiermark Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,1 Website der Brauerei
Nach Brauereiangaben ist Puntigamer mit über 1 Million Hektoliter Österreichs meistverkaufte Biermarke. Nicht ganz zu unrecht, denn unsere Verkostung des 'bierigen' Bieres ergab folgendes Bild: Goldgelbe Bierfarbe, blank gefiltert. Kleine, feinporige Schaumkrone in Weiß, endet mit einem cremigen Rest. Hübsche Optik. Getreide und Stroh sowie leicht grasiger Hopfen im Geruch. Leicht malziger bis malziger Antrunk, in der Stärke ähnlich einem leichteren bayerischen Hellbier, auch geschmacklich gibt es Parallelen: Überzeugender, vielschichtiger Malzgeschmack mit Getreide, hellem Brot, Stroh und Süße. Läuft rund. Im Nachtrunk grasiger, moderat herber Hopfen, nicht metallisch. Fazit: Das Flagschiff der Brauerei Puntigam bezeichnet sich selbst als "Das 'bierige' Bier" und ist auch tatsächlich aromatischer als viele andere österreichische Massenbiere.

Die Brauerei Puntigam befindet sich im 17. Grazer Stadtbezirk Puntigam und ist eine der ältesten Großbrauereien der Steiermark. 1997 ging sie in der Brau Union Österreich AG auf, die seit 2003 mehrheitlich zu Heineken gehört.
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Puntigamer Das bierige Bier


Mai 2012:   Osser Pils
Herkunft: Oberpfalz Wertung: 1,50 * Vol.-% Alk.: 4,9 Website der Brauerei
Osser Pils hellgelb und klar. Es besitzt einen weißen, feinporigen Schaum, sortentypisch nur mit mäßigem Volumen; er hält sich jedoch gut über die Zeit. Im Geruch erscheinen Kräuter, Pfeffer und Koriander sowie Heu und helle Pflaumen. Sein Antrunk ist schlank mit pilstypisch mildem Malz und einer sehr feinen Getreidenote, es verschmilzt harmonisch mit dem prägnanten Hopfen. Das Bier klingt mit feinwürzig-süßlichem Hopfen aus. Der Hopfen ist dominant, aber nicht zu herb. Somit ist Osser Pils ein bayerisches Musterpils.

Osser Bier kommt aus der Späth-Bräu in Lohberg am Osser im oberpfälzischen Landkreis Cham. Die Brauerei kann auf eine über 150-jährige Brautradition zurückblicken; die Geschichte der Brauerei reicht bis ins Jahr 1861 zurück.
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Osser Pils


April 2012:   Warburger Pils
Herkunft: Ostwestfalen Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 4,8 Website der Brauerei
Warburger Pils zeigt sich im Glas gelb und gefiltert. Der weiße Schaum hält ein paar Minuten durch. Im Geruch grasiger Hopfen, dazu feines Getreide im Hintergrund. Leicht malziger Antrunk - kein dünnes Pils, aber auch nicht malzlastig, viel mehr feines Getreide und Brot. Subtile Malzsüße. Harmonisch und süffig. Im Nachtrunk grasiger Hopfen, schön hopfenherb. Insgesamt gesehen ist Warburger Pils ein ausgezeichnetes Pilsener. Es beginnt wie ein bayerisches Hellbier, entwickelt sich aber zu einem ernstzunehmenden Pilsener. Laut Etikett wird das Bier derzeit mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie hergestellt, zertifiziert von der TU München, Standort Weihenstephan, was zur Vergabe des Siegels "Solarbier" führte.

Die Warburger Brauerei gehört zu den kleineren mittelständischen Brauereien in Deutschland. Mit einem Jahresausstoß von etwa 30.000 Hektoliter Bier wird ein Umsatz von rund 3 Millionen Euro erwirtschaftet. Seit dem Jahr 1721 besitzt die Familie Kohlschein in der Stadt Warburg das Braurecht. Die Familie führt die Brauerei auch in der Gegenwart als selbständiges und unabhängiges Unternehmen weiter.
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Warburger Pils


März 2012:   Beck Bräu Pils
Herkunft: Oberfranken Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 5,0 Website der Brauerei

Beck Bräu Pils leuchtet in kräftigem Gelb mit goldenem Glanz und ist gefiltert. Die Schaumkrone bleibt klein. Es besitzt einen leichten Getreide- und Toastbrotgeruch, dazu gelangt guter Hopfen mit blumigen Gras- und Kräuterfacetten in die Nase. Im Antrunk leicht malzig, nicht besonders schlank. Das Malz zeigt wie im Geruch getoastetes, helles Brot und Getreide. Dabei leicht süßlich. Aushängeschild dieses Bieres ist jedoch sein fruchtig-würziger Hopfen mit Gras, Kräutern und Blüten. Begleitet von einer Süße, die den Hopfen wie Rosine wirken läßt. Alles in allem ist es ein herzhaft aromatisches Pils nach unverkennbar fränkischer Tradition.

Die Familienbrauerei Beck befindet sich in Trabelsdorf im Landkreis Bamberg in Oberfranken. Der Ort liegt am Eingangstor zum Naturpark Steigerwald im Aurachtal. Die Brauerei wurde um die Jahrhundertwende vom Urgroßvater des jetzigen Besitzers erworben und ist seitdem im Besitz der Familie.

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Beck Bräu Pils


Februar 2012:   Cigar City Jai Alai India Pale Ale
Herkunft: Florida Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 7,5 Website der Brauerei

Cigar City Jai Alai India Pale Ale ist ein IPA der betont tropisch-fruchtigen Art, die üblichen Zitrusaromen bleiben im Hintergrund. Seine Farbe ist Orange mit gelbem Glanz, mitteltrüb. Bedeckt von feinporig-cremigem Schaum in hellem Beige. Es zeigt einen hopfenbetonten Geruch. Im Vergleich zu anderen IPAs ist es aber mild in der Nase - es ist viel mehr geprägt von tropischen Früchten (Mango), Pfirsich, süßlichem Malz und nur wenigen Zitrusfrüchten. Auch ein Hauch Kiefer läßt sich erriechen. Im Antrunk ist es vollmundig-malzig mit einem ölig-weichen Mundgefühl. Dazu fein süßliches Karamellmalz. Die Fruchtnoten Mango, Pfirsich und Litschi machen auch im Geschmack eine gute (harmonische) Figur. Der Malzanteil geht gegenüber dem Hopfen nicht unter, wie feine Brotnoten bezeugen. Im Abgang kommt die unvermeidliche Kiefer zum Vorschein; eine kräftige, nicht zu knappe Bittere. Moderater Alkohol. Der Abschluß gerät zwar trocken - in erster Linie schmeckt man jedoch Blüten und tropische Früchte. Auffällig wenig schmeckt man die Säure von Zitrusfrüchten wie Grapefruit oder Orange, es bleibt eher mild wie man es von neuseeländischem Hopfen her kennt.

Der Name der Brauerei, Cigar City, geht auf den Standort Tampa in Florida zurück. Die Stadt war einst der größte Zigarrenproduzent der Welt, begünstigt durch die Nähe zum kubanischen Tabak. Die Erklärung zum Namen des Bieres lautet wie folgt: Jai Alai, baskisch für 'fröhliches Fest', ist die amerikanische (Florida, anfangs Kuba) Variante des baskischen Pelotaspiels, bei dem der Spielball gegen eine Wand geworfen wird. Auch in der Stadt der Brauerei, in Tampa, gab es einst ein Spielfeld ('Frontón') für Jai Alai. Auf dem Vorderetikett sieht man dazu passend einen Jai-Alai-Spieler wie er mit einer Hopfendolde um sich wirft.

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Cigar City Jai Alai India Pale Ale


Januar 2012:   Ott Bock-Bier
Herkunft: Oberfranken Wertung: 2,00 * Vol.-% Alk.: 6,8 Website der Brauerei

Ott Bock-Bier zeigt im Glas eine kräftige, vollgoldene Farbe. Die Schaumkrone ist hell und feinporig, jedoch klein und flüchtig. Betont süßer Karamellmalzgeruch und viel Nougat fallen noch vor dem ersten Schluck auf. Der vollmundig-malzige Antrunk geht in süffig-süßen Toastbrotgeschmack mit ausladendem Karamell über. Wieder Nougat, Marzipan, Butter. Im Abgang leicht grasiger Hopfen, wenig bitter, etwas Alkohol. Unter dem Strich ist es ein Bock wie ein Pralinenkasten: Gelungen, aber sehr süß.

Ott Bock-Bier ist nach aktueller Preisliste als Saisonbier von etwa November bis März erhältlich. Es scheint jedoch früher auch als Frühlingsbier, für die Zeit von Anfang/Mitte Februar bis circa Mai, eingebraut worden zu sein, wie die Produktseite auf der Brauereiwebsite anzeigt.

Die Brauerei Ott befindet sich im 200-Seelen-Dorf Oberleinleiter, einem Ortsteil der oberfränkischen Marktgemeinde Heiligenstadt in der Nähe von Bamberg. Es ist eine typisch fränkische Kleinbrauerei mit Gastwirtschaft und Heimservice. Nach Brauereiangaben werden pro Woche zwei Sude mit einer Menge von je 8.000 Liter eingebraut. Laut FrankenWiki kommt damit ein Jahresausstoß von 7.000 Hektoliter zustande. Die Geschichte der Brauerei Ott reicht bis ins Jahr 1678 zurück.

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Ott Bock-Bier

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